Donnerstag, 20. Juni 2013


Santos, Festa, Festa!

Heute ist Santo Antonio, das Fest der
Liebenden, der Sardinen und
des Basilikums. Wieso Basilikum
habe ich immer noch nicht
so recht verstanden. Aber es scheint ein
Brauch zu sein, sich diese
Pflanze mit schwungvollen Vierzeilern
zu schenken.

Am Santo Antonio zu heiraten bedeutet
Glück. Zwölf Liebespaare haben die
Möglichkeit, nach einer Auslosung,
von der Stadt Lissabon einen Segen
und eine stattliche Summe Geld
zu erhalten.

Die Lisboetas lieben es zu feiern.
Und darum ist heute der große Abend
und morgen frei. Denn Santo Antonio,
der Tag des Volksheiligen, ist
eigentlich morgen. Der Tag
an dem nichts vollführt wird,
außer dem Nötigsten.
O Festa de Sardinas é hoje!

Und was eine richtige Real ist,
werde ich wahrscheinlich
heute Abend erfahren.
'Vamos ver', wie ich
immer zu sagen pflege.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Unterwegs-und in den Nebel!






















(escrito ao o maquina para escrever
          Traveller de Luxe)

Donnerstag, 16. Mai 2013

Jongleure der Zeit!


Beim historischem Aufzug
Santa Justa, welcher
seit alters her
die Unter- und Oberstadt
mit einander verbindet,
sind wir.
Niemand anderes als
Jongleure der Zeit!

Alles was wir haben
befindet sich in der Schwebe.
Und bleibt ungewiss.

Pauschalreisende von Airberlin
versammeln sich in Scharen.
Für 4,50 € kannst du einmal
mehr Tourist sein.

Wir nehmen die Treppen.
Denn im Zweifelsfalle
nehme ich immer die Stufe.

Folge deinem Gefühl
und fasse Vertrauen.
Vorbei am antiken
Fadobus. Weiter nach
oben ins Chiado.

Zu den Bettlermönchen
gesellen wir uns. Welche
selbstzufrieden
hinter Pappschildern chillen.
„Para Cerveja“,“Para Vinho“
„Para Whisky“,“Para Hambre“
Hier kannst du auswählen für was
du spenden möchtest.

Sie strahlen mehr Glückseligkeit
aus als manch ein eilender
Shoppinggänger.
Lazy Beggers nennen sie sich.

Beim Elevater da sind wir
und vergessen fast alles,
vermeintlich Wichtige.
Es ist wie mit dem Jungen,
der auszog um sein Glück
zu suchen. Und nie
wieder kam. Wir bleiben
wo es uns gefällt.

Eine Riesenseifenblase
fliegt tanzend durch den
Samstagnachmittag.
Passanten ducken sich
und blicken auf.

Folge deinem Gespür
und fasse allmählich Fuß.
Im Chiado da geht der Jazz ab.
Wir tanzen den Kizomba.

 Derweil Fernando sich erneut 
schönen Worten widmet.
Im Buch der Unruhe finde
ich mich wieder.
Es pfeift ein Kellner, es
klatscht eine Bardame
vor Begeisterung.

Und wenn wir mal nicht 
weiter  wissen, 
sprechen wir Portuñol.
Unsere eigene Sprache 
ist und bleibt die Schönste.
Immer vor Ort, sind wir verankert, 
dort wo es uns 
am besten erscheint.
Jongleure der Zeit.



Donnerstag, 11. April 2013

der träumende Spaziergänger


In abgelegenen Häuserschluchten,
träumen wir einen
stillen fast vergessenen Traum.
Wozu all diese Hektik?
Höre in dich hinein
und du findest den
schönsten Seelenfrieden.
In sonderbaren, verwinkelten
Stadtschluchten
finde ich
mich wieder.
Als ein Bewunderer
dieses Kosmos. Mit all seinen
Möglichkeiten. Ich, ein
träumender Flaneur.