singt Maria Joao:
"Oh ihr Tränen des
Douro.. meu Coração.
Mein Herz
bleibt stehn
wenn ich dich seh
Meine Schönheit"
Venezianische Boote
gleiten über den Fluß,
als würden sie
schweben
wie Gespenster im Nebel
In der Rua das Flores
und bei der Universität
seh ich überall
Studenten in
schwarzer Manteltracht
Sie wirken wie Entflohene
aus alten Zaubergeschichten
oder Anhänger einer
neuartigen Sekte
Wie sie herumlaufen in
dunkle Umhänge gehüllt
Sie bewegen sich langsam
und flüstern sich zu
Wie Harry Potter Fans
oder
Entflohene aus Krabat
Aus langhalsigen
Flaschen
trinken sie Portwein und
stoßen an auf`s
zweite Semester
Der Sandmann geht um
wie ein Nachtwächter
Mit großen,
langbeinigen
Schritten
Von einem Fenster aus
singt Maria das
alte Lied
vom Fluß
Die erste oder
die letzte Metro
nimmt gemütlich
ihre Rundfahrt in Angriff
Über die Ponte Dom Luis
Und Luis
weiß nichts mehr von gestern
Und alles ist
Gestern
Und alles ist
Jetzt!
Wir steigen ein,
steigen aus
wir steigen ein und
steigen aus
In unseren Köpfen dreht es
sich wie rauschender Sog,
von den Luftküssen den
Ereignissen der
letzten Tage
gelassen,
kehrt die Erinnerung wieder
oder auch nicht
Und ich
verlier mich
zwischen dem
Hier
und dem
So was von Da!
Nur ein paar
Groschen in der Tasche
und der
blaue Horizont über mir
ist alles was ich brauch
Und meiner Intuition folgend
laufe ich
immer geradeaus
Dort wo der Wind mich
hinträgt
wie ein Wiegenkind
An der Brücke Dom Luis
stehe ich
stolz
wie ein Fußballspieler vom
FC Porto.